Knoten

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J.Dambier
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Knoten

Beitrag von J.Dambier » Dienstag 17. August 2010

Wer kann mir etwas über Knoten in der Schilddrüse sagen?? Wenn man googlet, bekommt man 1000 Seiten und doch keine richtige Info.
Viele Grüße
Jutta

MamaP
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Re: Knoten

Beitrag von MamaP » Dienstag 17. August 2010

Sogenannte heiße Knoten,kenne jemand der hatte da Problem mit,mal fragen und setze es hier rein.
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J.Dambier
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Re: Knoten

Beitrag von J.Dambier » Samstag 11. September 2010

Hallo Tanja,

danke für den Tipp. Wie ich gesehen habe, bist du auch im Forum angemeldet.

Das Problem ist, ich habe Knoten, die Hormonwerte sind aber (noch) im Toleranzbereich und man kann es nicht so richtig zuordnen, da ich sowohl Symptome von Über- als auch Unterfunktion habe.

Schlussendlich macht man zur Zeit gar nichts und wartet ab ob sich die Werte verändern, die Knoten wachsen oder sich die Symptome nun mal für eine Richtung entscheiden *g*
Viele Grüße
Jutta

jatalue
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Re: Knoten

Beitrag von jatalue » Samstag 11. September 2010

Ich selber habe auch Knoten und bekomme seit 4 Jahren Tabletten damit sie nicht wachsen. Muss einmal im Jahr zur Kontrolle. Diese Knoten sind aber nicht zu vergleichen mit Knoten in der Brust. Wenn man sowas hört denkt man immer man hat Krebs das ist aber nicht so. bekommst du schon Tabletten?
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J.Dambier
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Re: Knoten

Beitrag von J.Dambier » Samstag 11. September 2010

nein, da die Werte noch im Toleranzbereich sind, wird einfach erst mal abgewartet wie es sich entwickelt.
Viele Grüße
Jutta

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Silvia
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Re: Knoten

Beitrag von Silvia » Samstag 11. September 2010

Schilddrüsenoperation, Kropf, Kalter Knoten, Heißer Knoten

Ein Kropf (Struma) ist eine Schilddrüsenvergrößerung, die gleichmäßig oder knotig sowie gut- oder bösartig sein kann.

Ursachen - heißer Knoten, kalter Knoten

Häufige Ursache für eine Vergrößerung der Schilddrüse ist ein Mangelzustand, besonders bei der Jodmangelstruma, die durch jodarme Ernährung bedingt ist.


Ebenfalls nicht selten tritt die Schilddrüsenverdickung bei Autoimmunerkrankungen auf, also Krankheiten, bei denen körpereigenes Gewebe vom Abwehrsystem angegriffen wird. Bei der Basedow-Struma bewirken die gebildeten Antikörper eine Stimulierung der Schilddrüsenfunktion, so dass eine verstärkte Hormonbildung und -ausschüttung stattfindet (Hyperthyreose).



Auch eine Entzündung (Thyreoiditis) kann eine Schilddrüsenvergrößerung bedingen. Diese entsteht nicht selten ebenfalls durch eine Autoimmunerkrankung, kann aber auch andere Ursachen haben.


Tumoren kommen auch in der Schilddrüse vor. Dazu gehören gutartige Zysten und Adenome sowie das bösartige Schilddrüsenkarzinom und seltene andere bösartige Geschwülste. Das Risiko für ein Karzinom ist bei Strahlenbelastung erhöht, auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Bei den Schilddrüsenkarzinomen gibt es vier verschiedene Typen, die von jeweils einer Zellart ausgehen.


Ein kalter Knoten bildet nur wenig oder gar keine Hormone. Dahinter kann sich ein bösartiger Tumor befinden. Ein heißer Knoten dagegen vermehrt Hormone. Eine Punktion hilft, heiße Knoten abzuklären.


Symptome einer Schilddrüsenvergrößerung

Eine Struma ohne Hormonaktivität ist oft symptomlos. Bemerkt wird oft nur eine Verdickung des Halses. Bei starker Vergrößerung kann die Schilddrüse andere Organe mechanisch beeinträchtigen. Daher kann es zu Atemproblemen kommen, die durch Drücken oder zerstörende Wirkung auf die Luftröhre oder auch durch eine Stimmbandnervenlähmung bedingt sein können. Bei Druck auf die Speiseröhre bestehen oft Schluckstörungen.


Bei einer Überfunktion wie beispielsweise beim Morbus Basedow kommt es neben der oft vergrößerten Schilddrüse zu Unruhe und Nervosität, gesteigerter Herzfrequenz und häufigen Hunger mit Gewichtsabnahme trotz vermehrter Nahrungsaufnahme. Oft bilden sich auch charakteristische hervorstehende Augäpfel aus (Exophthalmus).


Bei der Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis) besteht oft eine schmerzhafte Schwellung, bei akutem Geschehen tritt meist Fieber auf.


So genannte heiße Knoten produzieren Schilddrüsenhormone. So genannte kalte Knoten dagegen produzieren keine oder fast keine Hormone. Kalte Knoten deuten darauf hin, dass ein bösartiger Tumor vorliegt. Dieser kann sich auf umliegendes Gewebe ausdehnen, dort einwachsen und Organanteile zerstören. Tochtergeschwülste (Metastasen) können sich in anderen Organen absiedeln.
Bisweilen finden sich Anteile der Schilddrüse in der Brust hinter dem Brustbein. Diese können durch größere Ausdehnung zu einem Blutstau im Kopf- und Halsbereich führen.

Diagnose
Häufig ist ein Kropf bereits als Verdickung am Hals zu sehen. Es erfolgt eine Abtastuntersuchung und die Bestimmung des Halsumfangs. Durch Ultraschall wird die Schilddrüse beurteilt und das Ausmaß der Vergrößerung gemessen. Des Weiteren werden Schilddrüsenwerte und andere Parameter in der Blutuntersuchung bestimmt. Um mögliche bösartige Befunde nachweisen zu können, wird eine Punktion (Feinnadel-Gewebeentnahme) vorgenommen und die Probe mikroskopisch begutachtet. Eine spezielle Untersuchungsmethode ist die Szintigraphie, bei der gering radioaktive Substanzen gespritzt werden, die sich an bestimmten Anteilen der Schilddrüse anlagern und dann wie beim Röntgen dargestellt werden können.

Differenzialdiagnose
Tumoren im Halsbereich, die nicht von der Schilddrüse ausgehen, können ebenfalls Schluck- und Atemprobleme bereiten und sich als Halsverdickung bemerkbar machen.

Therapie
Konservative Therapie
Teilweise können die Befunde durch Arzneimittel (z.B. das Schilddrüsenhormon Thyroxin oder schilddrüsenhemmende Substanzen) therapiert werden. Auch eine spezielle Bestrahlung (Radiojodtherapie) kann angezeigt sein.

Operation
Die Schilddrüsenoperation erfolgt in Vollnarkose.

Es erfolgt ein Schnitt, der in der Regel im unteren Halsbereich von rechts nach links verläuft.

Je nach Befund können ein oder beide Lappen der Schilddrüse komplett oder teilweise herausgenommen werden. Dies lässt sich nicht immer genau vorher planen.

Bei Krankheiten der Schilddrüse, die nicht bösartig sind, wird alles knotig umgebaute Gewebe komplett entfernt, da auch geringfügige Reste weiterhin wachsen können und zu einem neuen Kropf führen können. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass bösartige Wucherungen darin enthalten sind. Die Knotenbildung kann sich auf ein geringes Ausmaß in einem der Lappen beschränken oder auch die gesamte Drüse betreffen.

Beim Morbus Basedow wird meist auch normal erscheinendes Gewebe herausoperiert, da sonst weiterhin eine Überfunktion bestehen kann.

Liegt ein bösartiger Tumor vor, so muss meist die gesamte Schilddrüse herausgenommen werden, und zusätzlich auch oft Lymphknoten und andere Strukturen im Halsbereich.

Gegebenenfalls muss bei Schilddrüsengewebe im Brustbereich, das herausgenommen werden muss, das Brustbein durchtrennt werden (Sternotomie).

Oftmals werden Drainageschläuche eingelegt, die Wundflüssigkeit aufnehmen sollen. Die Drainagen werden nach einigen Tagen wieder entfernt.

Mögliche Erweiterungen der Operation
Das entnommene Gewebe wird durch ein Labor feingeweblich untersucht (Histologie). Sollte sich dabei zeigen, dass entgegen der Erwartung ein bösartiger Befund vorliegt, so muss meist eine zweite Operation angesetzt werden. Dies sollte in der folgenden Woche geschehen.

Komplikationen der Operation
Beschwerden beim Schlucken, Heiserkeit, Atemprobleme sowie Nackenschmerzen verschwinden in der Regel bald. Verletzungen von umliegenden anatomischen Strukturen und Organen sind möglich, dazu gehören auch Schädigungen der Speiseröhre oder der Luftröhre.

Falls die Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen) betroffen sind, kann ein Kalziummangel im Blut mit eventuellen Krämpfen entstehen. Bei Nervendurchtrennung kann es zu Taubheitsgefühl, Lähmungen und zu einer Stimmbandlähmung (Recurrensparese) kommen, welche bei einseitiger Schädigung zu Atem- und Schluckproblemen, bei sehr seltener beidseitiger Schädigung zu Atemwegsverengung oder -verschluss führen kann. In diesem Fall ist oft ein Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) erforderlich. Blutungen und Nachblutungen können auftreten.

Infektionen, Wundheilungsstörungen und überschießende Narbenbildung können entstehen, daraus resultieren Funktionseinschränkungen und ästhetische Auswirkungen. Allergien auf verwendete Substanzen können nicht ausgeschlossen werden.

Hinweis: Dieser Abschnitt kann nur einen kurzen Abriss über die gängigsten Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Gespräch mit dem Arzt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Prognose
Eine gutartige Struma kann je nach Ursache oft durch die Operation gut therapiert werden, Hormone müssen daraufhin meist medikamentös gegeben werden, damit sich der Schilddrüsenrest nicht wieder vergrößert.
Bei bösartigen Tumoren hängt die Prognose vom Typ ab sowie von der Ausdehnung und dem eventuellen Vorhandensein von Tochtergeschwülsten (Metastasen).

Hinweise
Vor der Operation
Oft müssen die Blutgerinnung hemmende Arzneimittel wie Marcumar® oder Aspirin® weggelassen werden. Dies geschieht in Rücksprache mit dem Arzt.

Nach der Operation
Falls der Patient bereits am OP-Tag nach Hause gehen darf, sollte er sich abholen lassen und darf für 24 Stunden kein Auto fahren, keine Maschinen bedienen und auch keine schwerwiegenden Entscheidungen treffen.

Bei Beschwerden, die auf Komplikationen deuten können, wie beispielsweise Fieber, Stimmproblemen oder Atembeschwerden sowie auch Missempfindungen und Muskelkrämpfe, so sollte der Arzt umgehend kontaktiert werden, um gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

Ist die Schilddrüse komplett entfernt worden, so müssen die Schilddrüsenhormone durch Medikamenteneinnahme dauerhaft ersetzt werden. Bei unvollständiger Entfernung kann dies ebenfalls notwendig werden. Um eine eventuelle Schädigung der Nebenschilddrüsen auszugleichen, kann es sinnvoll sein, bereits frühzeitig Kalzium- oder Vitamin-D-Präparate einzunehmen.

http://www.chirurgie-portal.de/allgemei ... kropf.html
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Silvia
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Re: Knoten

Beitrag von Silvia » Samstag 11. September 2010

Das kopierte hier ist einigermassen verständlich-
hab es deshalb hier reinkopiert.

Meine Schilddrüsenwerte waren längere Zeit grenzwertig.
Dann auf einmal ging alles ganz schnell-
Untersuchung
mehrere Knoten, ein grosser Knoten
Freitag festgestellt
Montag operiert
halbe Schilddrüse weg
seitdem nehm ich Tabletten ohne weitere Probleme
nachher sagte man mir, dass das ein schnellwachsender Tumor war,
der sehr schnell bösartig wird-
aber er war zum Glück noch gutartig
bis heute hab ich Ruhe.....
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Re: Knoten

Beitrag von J.Dambier » Sonntag 12. September 2010

Danke für die ausführlichen Erklärungen. Ich hoffe nun einfach mal darauf, dass die Ärzte wissen was sie tun und die Kontrollen ausreichen um Veränderungen zu erkennen.
Leider weiß ich nicht, ob es sich um heiße oder kalte Knoten handelt, also demnach auch nicht, ob ich mir Sorgen machen sollte oder nicht *g*, aber auch hier denke ich mal, dass die Ärzte er einschätzen können, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.
Bin auf jeden Fall nun wachsam und wenn sich an den Symptomen was ändert, steh ich auf der Matte.

Interessant finde ich die Ausführung zu den anderen Autoimmunerkrankungen im Körper. Dazu zählt ja auch die Schuppenflechte, die ich habe. Na mal sehen wie das so weiter geht. :roll:
Viele Grüße
Jutta

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Re: Knoten

Beitrag von Silvia » Sonntag 12. September 2010

hallo Jutta

wenn Du bei einem Facharzt bist,
wird er wissen was er tut

ich selber war bei einem Internist,
der gleichzeitig mein zweiter Hausarzt ist

bemerkt hab ich den Knoten nicht wirklich (obwohl er so gross wie ein Fünf-DM-Stück war)

weil ich Schluckbeschwerden hatte und die nicht weggingen
(weiss bis heut nicht ob die kalt oder heiss waren-
jedenfalls haben sie gestört in Form von Schluckbeschwerden-
da wurd ich dann von allein flott))

wenn man Grenzwerte hat,
sollte man das einfach nur im Auge behalten
dann dürfte man auf der sicheren Seite sein-
verückt machen nützt eh nix


hm-was die Autoimmunkrankheiten angeht,
bin ich unsicher
meine Allergien bzw Neurodermitis (die hab ich irgendwo beschrieben),
traten vorher genauso auf wie hinterher

ist aber durchaus möglich,
dass das irgendwie zusammen spielt


liebe Grüsse
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Re: Knoten

Beitrag von J.Dambier » Dienstag 14. September 2010

Das Problem ist, dass die Hormonwerte eben noch im Toleranzbereich sind
Viele Grüße
Jutta

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